Bürohund – diese Vorteile bietet er für Arbeitgeber und Kollegen

Viele Hundefreunde haben den Shutdown, im Zuge der Corona Pandemie genutzt und sich den Traum des eigenen Hundes erfüllt. Musste zuvor meist Urlaub genommen werden, um den Hund einzugewöhnen, konnte dieser nun das kleine Hunde-1×1 im Home Office lernen. Immer mehr Unternehmen erlauben ihren Beschäftigten, den Hund mit an den Arbeitsplatz zu bringen. Auch das Team von fitbase hat zwei neue Teamkollegen gewonnen. Wir heißen Ridgeback-Mix Jakub und Cavapoo-Lady Pippa herzlich willkommen! Aber wie geht es bei Rückkehr ins Office für den Hundefreund weiter? Welchen Vorteil und Mehrwert bietet ein Bürohund für Kollegen und Arbeitgeber genau? Und was ist zu beachten, wenn das neue Teammitglied mit ins Büro einzieht?

 

Der Bürohund als Top-Benefit

Heutzutage und in Zeiten von Reverse Recruiting bewerben sich Unternehmen eher beim potenziellen Arbeitnehmer als umgekehrt. Auch im Kampf gegen eine zu hohe Fluktuation im Betrieb, kommt es heute zumeist darauf an, welchen Mehrwert Unternehmen ihren Angestellten, neben Gehalt und Altersvorsorge bieten können. Neben der Möglichkeit remote zu arbeiten, Yogakurse in der Mittagspause zu besuchen oder einer Kaffeeflatrate gehört für immer mehr Mitarbeitende hierzu auch, den eigenen Hund und „besten Freund des Menschen“ mit an den Arbeitsplatz bringen zu können. Verschiedene Studien belegen bereits den positiven Einfluss des Hundes auf Gesundheit, Wohlbefinden und Stressempfinden – wie auch diverse Vorteile für die Personalrekrutierung.

Laut einer Studie der Eastern Kentucky University in 2001 reduzieren Hunde nicht nur den Stress, sondern wirken sich zudem positiv auf Zufriedenheit, Moral und Gesundheit der Arbeitnehmer aus. Befragt wurden 193 Beschäftigte aus 31 Unternehmen, welche es erlaubten, das eigene Haustier mit zur Arbeit zu bringen. In einer folgenden Studie (2006) war das Ziel, Auswirkungen der Tiere auf die Wahrnehmung von Arbeitsumfeld, Unternehmen und Mitarbeitern zu untersuchen. Hierzu wurden Studenten gebeten, ihren Eindruck eines Arbeitgebers anhand von Bildern einzuschätzen – mal mit, mal ohne Tier auf den Bildern. Auch wenn die Arbeitsatmosphäre mit Hund als weniger professionell eingestuft wurde, so schien diese dennoch förderlicher, die Stimmung besser und soziale Interaktion begünstigter, als bei den Bildern ohne Tier1.

In einer Befragung des Bundesverbands Bürohund e.V. gaben die Teilnehmer an, das Benefit „Hund geduldet“ mit 15,96% an zweiter Stelle zu erwarten – gleich nach flexibler Arbeitszeit (16,39%) und dicht gefolgt von „Homeoffice“ auf Platz 3 mit 14,10%. Glaubt man Markus Beyer, dem Gründer von Bundesverband Bürohund e.V., dann ist der Bürohund eine der klügsten Investitionen in die Zukunft.

Die 4 größten Vorteile für den Arbeitgeber2:

  • Mitarbeitergesundheit
    Hunde verbessern, durch die Anregung der Oxytocinproduktion, die psychische sowie körperliche Gesundheit und tragen zum Schutz vor Burnout bei.
  • Mitarbeiterbindung
    Engagement, Motivation, Kreativität und das allgemeine Wohlbefinden der Mitarbeiter werden gesteigert. Der BVBH Bürohund-Index 2020 bescheinigt z. B. eine 16 % höhere Loyalität zum Arbeitgeber. 92% der Mitarbeitenden erleben demnach eine Verbesserung des Arbeitsklimas und eine ausgeglichenere persönliche Work-Life-Balance.
  • Imageverbesserung
    Wer Hunden den Einlass ins Büro gewährt, erweist sich als aufgeschlossener und um das Wohl des Mitarbeiters bemühter Arbeitgeber. Somit liefern Bürohunde dem Unternehmen einen wertvollen, strategischen Vorteil im „Kampf“ um frische, neue Talente.
  • Ertragssteigerung und Kostensenkung
    Geht es den Mitarbeitern gesundheitlich, körperlich wie seelisch gut, wird das Risiko von Langzeiterkrankungen und damit entstehenden Kosten deutlich gesenkt. Ein zufriedener und gesunder Arbeitnehmer kann zudem effizienter arbeiten und trägt so zur Ertragssteigerung bei.

Bürohund – was ist zu beachten?

Grundgehorsam

Ihr Hund sollte vom Wesen her freundlich, lernwillig und gut erzogen sein. Bei aggressivem Verhalten, häufigem Bellen oder genereller Unruhe eignet sich der Hund weniger als Bürohund. Solches Verhalten führt nämlich nicht nur bei Ihnen, sondern auch bei Kollegen und Ihrem Hund zu Stress.

Einverständnis und Haftung

Sowohl Ihren Chef wie alle Kollegen sollten Sie um Einverständnis bitten. Tun Sie dies nicht, können Konflikte vorprogammiert sein. Zudem ist es wichtig zu prüfen, ob Tierhaarallergien bestehen und wie in einem solchen Fall damit umgegangen wird. Auch empfiehlt es sich in manchen Fällen Regeln aufzustellen, wie z. B. welche Räume hundefrei bleiben. Insbesondere bei Haftungsfragen macht es zudem Sinn, eine Hunde-Haftpflichtversicherung abzuschließen. Diese ist in vielen Bundesländern Pflicht, kann aber auch vom Arbeitgeber als Bedingung gestellt werden. Absprachen lassen sich im Vertrag oder in der Betriebsvereinbarung festhalten, auch ob Gassirunden zur Arbeitszeit gehören oder nicht.

Atmosphäre

Ihr Hund braucht im Büro einen festen Ort, an welchem er sich zurückziehen kann und dies auch auf Kommando tut. Ebenso ist es wichtig, auf ausreichend Beschäftigungsmöglichkeiten zu achten und ihn vor und nach „der Arbeit“ bei einem Spaziergang gut auszupowern. Sollte er zwischendurch sein Geschäft erledigen müssen, ist es für alle Beteiligten wertvoll, wenn er einen kurzen Weg zu seiner „Toilette“ hat. Wenn es im Büro hektisch wird, überträgt sich dies auch auf Ihren Hund. Sollte er Anzeichen von Nervosität zeigen, empfiehlt es sich eine Runde um den Block zu gehen. Bemerken Sie ein dauerhaft hohes Stressniveau an Ihrem Hund, scheint das Büro nicht die richtige Umgebung für ihn zu sein.

Hygiene

Alle Hundeliebhaber- und besitzer kennen das: Der Hund haart. Nicht jeder freut sich, wenn Hundehaare im Office verteilt sind. Achten Sie deswegen darauf, ob zusätzliches Putzen notwendig ist. Ebenso eine regelmäßiges Lüften und eine gute Zahnhygiene bei Ihrem Hund kann helfen, üblen Gerüchen vorzubeugen3+4.

Mit diesen Tipps wird das Projekt „Bürohund“ sicherlich auch für Ihr Unternehmen ein voller Erfolg! Wir wünschen Ihnen viel Freude und eine gute Eingewöhnungszeit!

Ihr fitbase Team

[1] Kohl, M. (2013). Strategien zur Mitarbeitermotivation: Auswirkungen von Hunden am Arbeitsplatz. Hamburg. Bedey Media GmbH. https://www.bachelor-master-publishing.de/document/297383 [letzter Zugriff: 20.07.2020]

[2] Bundesverband Bürohund e.V. (2020). https://bv-bürohund.de/buerohund-index-deutschland-2020-ergebnisse/ [letzter Zugriff: 28.07.2020]

[3] International Business Media GmbH (2020). https://www.wirtschaftsforum.de/tipps/buerohund-diese-bedingungen-und-regeln-sind-zu-beachten [letzter Zugriff: 28.07.2020]

[4] Zooroyal (2020). https://www.zooroyal.de/magazin/hunde/hund-im-buero/ [letzter Zugriff: 28.07.2020]

Aus Gründen der Lesbarkeit wurde im Text die männliche Form gewählt, nichtsdestoweniger beziehen sich die Angaben auf Angehörige aller Geschlechter.

Bürohund – diese Vorteile bietet er für Arbeitgeber und Kollegen

Viele Hundefreunde haben den Shutdown, im Zuge der Corona Pandemie genutzt und sich den Traum des eigenen Hundes erfüllt. Musste zuvor meist Urlaub genommen werden, um den Hund einzugewöhnen, konnte dieser nun das kleine Hunde-1×1 im Home Office lernen. Immer mehr Unternehmen erlauben ihren Beschäftigten, den Hund mit an den Arbeitsplatz zu bringen. Auch das Team von fitbase hat zwei neue Teamkollegen gewonnen. Wir heißen Ridgeback-Mix Jakub und Cavapoo-Lady Pippa herzlich willkommen! Aber wie geht es bei Rückkehr ins Office für den Hundefreund weiter? Welchen Vorteil und Mehrwert bietet ein Bürohund für Kollegen und Arbeitgeber genau? Und was ist zu beachten, wenn das neue Teammitglied mit ins Büro einzieht?

 

Der Bürohund als Top-Benefit

Heutzutage und in Zeiten von Reverse Recruiting bewerben sich Unternehmen eher beim potenziellen Arbeitnehmer als umgekehrt. Auch im Kampf gegen eine zu hohe Fluktuation im Betrieb, kommt es heute zumeist darauf an, welchen Mehrwert Unternehmen ihren Angestellten, neben Gehalt und Altersvorsorge bieten können. Neben der Möglichkeit remote zu arbeiten, Yogakurse in der Mittagspause zu besuchen oder einer Kaffeeflatrate gehört für immer mehr Mitarbeitende hierzu auch, den eigenen Hund und „besten Freund des Menschen“ mit an den Arbeitsplatz bringen zu können. Verschiedene Studien belegen bereits den positiven Einfluss des Hundes auf Gesundheit, Wohlbefinden und Stressempfinden – wie auch diverse Vorteile für die Personalrekrutierung.

Laut einer Studie der Eastern Kentucky University in 2001 reduzieren Hunde nicht nur den Stress, sondern wirken sich zudem positiv auf Zufriedenheit, Moral und Gesundheit der Arbeitnehmer aus. Befragt wurden 193 Beschäftigte aus 31 Unternehmen, welche es erlaubten, das eigene Haustier mit zur Arbeit zu bringen. In einer folgenden Studie (2006) war das Ziel, Auswirkungen der Tiere auf die Wahrnehmung von Arbeitsumfeld, Unternehmen und Mitarbeitern zu untersuchen. Hierzu wurden Studenten gebeten, ihren Eindruck eines Arbeitgebers anhand von Bildern einzuschätzen – mal mit, mal ohne Tier auf den Bildern. Auch wenn die Arbeitsatmosphäre mit Hund als weniger professionell eingestuft wurde, so schien diese dennoch förderlicher, die Stimmung besser und soziale Interaktion begünstigter, als bei den Bildern ohne Tier1.

In einer Befragung des Bundesverbands Bürohund e.V. gaben die Teilnehmer an, das Benefit „Hund geduldet“ mit 15,96% an zweiter Stelle zu erwarten – gleich nach flexibler Arbeitszeit (16,39%) und dicht gefolgt von „Homeoffice“ auf Platz 3 mit 14,10%. Glaubt man Markus Beyer, dem Gründer von Bundesverband Bürohund e.V., dann ist der Bürohund eine der klügsten Investitionen in die Zukunft.

Die 4 größten Vorteile für den Arbeitgeber2:

  • Mitarbeitergesundheit
    Hunde verbessern, durch die Anregung der Oxytocinproduktion, die psychische sowie körperliche Gesundheit und tragen zum Schutz vor Burnout bei.
  • Mitarbeiterbindung
    Engagement, Motivation, Kreativität und das allgemeine Wohlbefinden der Mitarbeiter werden gesteigert. Der BVBH Bürohund-Index 2020 bescheinigt z. B. eine 16 % höhere Loyalität zum Arbeitgeber. 92% der Mitarbeitenden erleben demnach eine Verbesserung des Arbeitsklimas und eine ausgeglichenere persönliche Work-Life-Balance.
  • Imageverbesserung
    Wer Hunden den Einlass ins Büro gewährt, erweist sich als aufgeschlossener und um das Wohl des Mitarbeiters bemühter Arbeitgeber. Somit liefern Bürohunde dem Unternehmen einen wertvollen, strategischen Vorteil im „Kampf“ um frische, neue Talente.
  • Ertragssteigerung und Kostensenkung
    Geht es den Mitarbeitern gesundheitlich, körperlich wie seelisch gut, wird das Risiko von Langzeiterkrankungen und damit entstehenden Kosten deutlich gesenkt. Ein zufriedener und gesunder Arbeitnehmer kann zudem effizienter arbeiten und trägt so zur Ertragssteigerung bei.

Bürohund – was ist zu beachten?

Grundgehorsam

Ihr Hund sollte vom Wesen her freundlich, lernwillig und gut erzogen sein. Bei aggressivem Verhalten, häufigem Bellen oder genereller Unruhe eignet sich der Hund weniger als Bürohund. Solches Verhalten führt nämlich nicht nur bei Ihnen, sondern auch bei Kollegen und Ihrem Hund zu Stress.

Einverständnis und Haftung

Sowohl Ihren Chef wie alle Kollegen sollten Sie um Einverständnis bitten. Tun Sie dies nicht, können Konflikte vorprogammiert sein. Zudem ist es wichtig zu prüfen, ob Tierhaarallergien bestehen und wie in einem solchen Fall damit umgegangen wird. Auch empfiehlt es sich in manchen Fällen Regeln aufzustellen, wie z. B. welche Räume hundefrei bleiben. Insbesondere bei Haftungsfragen macht es zudem Sinn, eine Hunde-Haftpflichtversicherung abzuschließen. Diese ist in vielen Bundesländern Pflicht, kann aber auch vom Arbeitgeber als Bedingung gestellt werden. Absprachen lassen sich im Vertrag oder in der Betriebsvereinbarung festhalten, auch ob Gassirunden zur Arbeitszeit gehören oder nicht.

Atmosphäre

Ihr Hund braucht im Büro einen festen Ort, an welchem er sich zurückziehen kann und dies auch auf Kommando tut. Ebenso ist es wichtig, auf ausreichend Beschäftigungsmöglichkeiten zu achten und ihn vor und nach „der Arbeit“ bei einem Spaziergang gut auszupowern. Sollte er zwischendurch sein Geschäft erledigen müssen, ist es für alle Beteiligten wertvoll, wenn er einen kurzen Weg zu seiner „Toilette“ hat. Wenn es im Büro hektisch wird, überträgt sich dies auch auf Ihren Hund. Sollte er Anzeichen von Nervosität zeigen, empfiehlt es sich eine Runde um den Block zu gehen. Bemerken Sie ein dauerhaft hohes Stressniveau an Ihrem Hund, scheint das Büro nicht die richtige Umgebung für ihn zu sein.

Hygiene

Alle Hundeliebhaber- und besitzer kennen das: Der Hund haart. Nicht jeder freut sich, wenn Hundehaare im Office verteilt sind. Achten Sie deswegen darauf, ob zusätzliches Putzen notwendig ist. Ebenso eine regelmäßiges Lüften und eine gute Zahnhygiene bei Ihrem Hund kann helfen, üblen Gerüchen vorzubeugen3+4.

Mit diesen Tipps wird das Projekt „Bürohund“ sicherlich auch für Ihr Unternehmen ein voller Erfolg! Wir wünschen Ihnen viel Freude und eine gute Eingewöhnungszeit!

Ihr fitbase Team

[1] Kohl, M. (2013). Strategien zur Mitarbeitermotivation: Auswirkungen von Hunden am Arbeitsplatz. Hamburg. Bedey Media GmbH. https://www.bachelor-master-publishing.de/document/297383 [letzter Zugriff: 20.07.2020]

[2] Bundesverband Bürohund e.V. (2020). https://bv-bürohund.de/buerohund-index-deutschland-2020-ergebnisse/ [letzter Zugriff: 28.07.2020]

[3] International Business Media GmbH (2020). https://www.wirtschaftsforum.de/tipps/buerohund-diese-bedingungen-und-regeln-sind-zu-beachten [letzter Zugriff: 28.07.2020]

[4] Zooroyal (2020). https://www.zooroyal.de/magazin/hunde/hund-im-buero/ [letzter Zugriff: 28.07.2020]

Aus Gründen der Lesbarkeit wurde im Text die männliche Form gewählt, nichtsdestoweniger beziehen sich die Angaben auf Angehörige aller Geschlechter.