Rückenschmerzen am Arbeitsplatz – so stärken Sie Ihre Mitarbeitenden

Der Nacken ist verspannt, der Schmerz schießt ins Kreuz und unangenehme Kopfschmerzen erschweren das Denken. Rückenschmerzen am Arbeitsplatz und deren Auswirkungen können den Alltag ganz schön vermiesen. Laut Statista hat sogar jeder dritte Erwachsene des Öfteren oder ständig Rückenbeschwerden. Kein Wunder also, dass Krankheiten der Wirbelsäule und des Rückens für rund ein Viertel aller Arbeitsunfähigkeitstage verantwortlich sind. Und nicht nur das: Tatsächlich sind Rückenschmerzen sogar die teuerste Volkskrankheit, denn hohe Fehlzeiten im Beruf, langfristige Behandlungen der Beschwerden und unnötige Operationen verursachen immense Kosten.

Was genau können Sie also tun, um Ihre Mitarbeitenden bei Rückenschmerzen am Arbeitsplatz zu unterstützen? Welche Möglichkeiten gibt es zur effektiven und nachhaltigen Prävention?

Die häufigsten Ursachen für Rückenschmerzen am Arbeitsplatz

In einem Artikel des European Spine Journal wird es klar benannt. Eine der häufigsten Ursachen für Rückenbeschwerden am Arbeitsplatz sind laut entsprechender Studien Fehlhaltungen und langes Sitzen.  Wussten Sie schon, dass jede:r Erwachsene 11,5 Stunden pro Tag im Sitzen verbringt?

Doch nicht immer sind es rein körperliche Ursachen oder Bewegungsmangel, die zu Rückenbeschwerden führen. Auch Termindruck, langwährender Stress, resultierende Ängste, Konflikte mit Vorgesetzten oder Kolleg:innen, also psychische Belastungen, können Verspannungen und Schmerzen im Rücken hervorrufen. Zudem beeinflussen sich Stress und Rückenschmerzen meist gegenseitig. Dies kann dauerhaft zu einem Teufelskreis aus psychischer Anspannung und körperlicher Verspannung führen kann.

10 effektive Tipps gegen Rückenschmerzen am Arbeitsplatz

Passend zum Tag der Rückengesundheit am 15.03.2021 hat der Bundesverband deutscher Rückenschulen eine Empfehlung zur Förderung der Rückengesundheit herausgegeben, welche wir Ihnen und Ihrem Team mit auf den Weg geben möchten:

  1. Pflegen Sie einen aktiven Lebensstil – Ihr Körper und Geist brauchen Bewegung
  2. Vermeiden Sie Dauerstress – zu viel Stress erhöht die Muskelspannung
  3. Trainieren Sie Ihre Muskeln und Faszien regelmäßig – Ein muskuläres Gleichgewicht ist wichtig
  4. Wechseln Sie möglichst oft Ihre Körperhaltung – Sitzen, Stehen, Bewegen
  5. Heben und Tragen Sie rückenfreundlich – Einsatz von Rumpf- und Beinmuskeln
  6. Halten Sie Balance zwischen Belastung und Erholung – Dauerbelastung verspannt die Muskeln
  7. Bleiben Sie bei Rückenbeschwerden locker – Rückenbeschwerden entstehen auch im Kopf
  8. Gestalten Sie Ihr Umfeld ergonomisch – Ergonomie fördert Bewegung und reduziert Fehlbelastungen
  9. Treiben Sie regelmäßig gesunden Sport – Freude an Bewegung in einer Gruppe
  10. Bleiben Sie achtsam und entspannt – Körper und Geist stehen in enger Wechselwirkung
Mehr Rückengesundheit durch Bewegung

Mit einer Maßnahme alle erreichen – geht das?

Was dem einen Teammitglied als Maßnahme hilft, kann bei dem anderen schon wieder kontraindiziert oder schlichtweg nicht hilfreich sein. Um den unterschiedlichen Bedürfnissen und Ansprüchen Ihrer Mitarbeitenden erfolgreich zu begegnen, ist ein ganzheitlicher Ansatz empfehlenswert. Zertifizierte Präventionskurse zur nachhaltigen Stärkung des Rückens beispielsweise bieten ein wertvolles und umfassendes Konzept, welches folgende Punkte abdeckt:

  1. Funktionelle Übungen und Ganzkörpertraining
  2. Schulung der Körperwahrnehmung
  3. Bewegungen im Alltag
  4. Ergonomie am Arbeitsplatz
  5. Verhaltensänderung
  6. Stressmanagement
  7. Entspannungsmethoden

Rückenschmerzen am Arbeitsplatz – Präventive Maßnahmen auf einen Blick!

Bringen Sie Bewegung in Ihr Team

Bewegung ist das beste Mittel zu mehr Rückengesundheit. Zum Beispiel durch einen digitalen Schrittwettbewerb oder kurze Workouts direkt am Arbeitsplatz – starten Sie eine Team-Challenge. Fordern Sie zum gemeinsamen Mitmachen auf und stärken Sie so gleichzeitig Motivation und Teamgefühl in Ihrem Unternehmen.

Kennen Sie schon unseren kostenlosen Livestream „Bewegte Pause mit fitbase“? Immer montags bis freitags um 11 Uhr zeigt fitbase-Trainierin Leonie, wie man direkt am Arbeitsplatz entspannt und ausgeglichen bleibt. Klingt gut? Dann machen Sie mit!

Ergonomische Arbeitsplatzgestaltung

Merkmale wie die Sitzhöhe von Stuhl und Tisch, die Ausrichtung und Position von Monitor, Tastatur, Maus und Telefon und auch die Körperhaltung sind entscheidend, wenn es darum geht einen Arbeitsplatz nach ergonomischen Maßstäben zu gestalten. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (kurz: BAUA) haben auf ISO-Normen basierende, ergonomische Tipps zusammengestellt. Diese sind definitiv sehr hilfreich, doch es geht noch leichter. Mittlerweile gibt es am Markt auch digitale Lösungen (ergofox 3D Haltungsanalyse), welche Sie und Ihre Mitarbeitenden dabei unterstützen, die Arbeitsplatzgestaltung einfach und unkompliziert nach ergonomischen Maßstäben auszurichten. Teilweise direkt kombiniert mit einem effektiven Rückentraining.

Plattformen zur Betrieblichen Gesundheitsförderung

Auch Plattformen zur Betrieblichen Gesundheitsförderung (kurz BGF) bieten sich als effiziente Unternehmenslösung an, wenn Sie Ihrem Team ganzheitliche Maßnahmen einfach und unkompliziert zur Verfügung stellen möchten. Diese Plattformen bündeln zumeist Übungen aus den Themenbereichen Bewegung, Ernährung, Entspannung und Suchtprävention, welche frei wählbar bzw. vom System individuell auf den User zugeschnitten werden. Gleichzeitig reduzieren Sie mit einer fertigen Lösung Ihren eigenen Koordinations- und Verwaltungsaufwand und profitieren so von maximaler Flexibilität für alle Beteiligten.

Gesundheitstage – offline wie online

Gesundheitstage sind bereits alt bewährt im Betrieblichen Gesundheitsmanagement. Oftmals setzen sich diese aus den folgenden Komponenten zusammen:

  • Gesundheitsscreenings
  • Workshops und Vorträge
  • Praktische Interventionen

In der digitalen Variante erfolgt die Einladung bequem per E-Mail und Newsletter, das Screening kommt per Post zu Ihren Beschäftigten nach Hause und die Vorträge, Webinare und Interventionen finden gänzlich online statt.

Prävention für den Rücken – Ihr Mehrwert und steuerlicher Vorteil

Neben gesunden und leistungsfähigen Mitarbeitenden bieten Ihnen Präventionsmaßnahmen noch in weiteren Punkten einen großen Mehrwert. Seit dem 1. Januar 2008 wird Ihnen gemäß § 3 Nr. 34 EStG die Gesundheitsförderung für Ihre Beschäftigten auch steuerlich schmackhaft gemacht. Als Unternehmen können Sie demnach im Jahr bis zu 600 Euro pro Teammitglied steuerfrei geltend machen. Das Ganze heißt dann „Leistungen zur Verhinderung und Verminderung von Krankheitsrisiken und zur Förderung der Gesundheit“. Zudem stärken Sie durch die Gesundheitsinterventionen Mitarbeiterbindung und -motivation in Ihrem Unternehmen, werten Ihr Unternehmensimage auf (auch im Vergleich zu Ihren Wettbewerbern), krankheitsbedingte Fehlzeiten werden, laut IGA Report 2018, um durchschnittlich 26 % reduziert und die Unternehmens-Produktivität steigt. Also viele gute Gründe, um sich mit dem Thema Betriebliche Gesundheitsförderung auseinanderzusetzen, sich dafür zu entscheiden und mit den richtigen Tools aktiv etwas gegen Rückenschmerzen am Arbeitsplatz zu unternehmen.

Lesen Sie hierzu auch gerne unseren Blogartikel Betriebliche Gesundheitsförderung – Gesetzesänderung macht Kurse noch attraktiver

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